Dienstag, 1. Dezember 2009

Waterfront



 


 
Clock Tower

 
Sicht auf den Tafelberg

Cape Point, Longstreet, Waterfront, Strandtag, Schlittschuh laufen, Geburtstagsfeier,

So nun komme auch ich mal endlich wieder zum schreiben und nicht nur zum Fotos hoch laden. Und zur Einstimmung gibts erstmal einen Wetterbericht. Inzwischen ist bei uns endlich der Sommer eingekehrt, und auch wenn es ab und zu mal kühlere und windigere Tage gibt, ist es meist sonnig und warm. Deswegen kann ich hier auch nicht wirklich in Weihnachsstimmung kommen. Nun aber zu den Ausflügen die ich in den letzten 22 Tagen gemacht habe.

Ausflüge:

Also wie auf den Fotos zu sehen ist, sind Phil und ich am 15.November zum Cape Point gefahren, das ist ein Teil des Table Mountain National Parks und das Cape of Good Hope gehört dazu. Dieser Ausflug war einfach genial. Die Natur und das Meer sind einfach gigantisch und das Wetter war auch super. Die Bilder können euch einen kleinen Eindruck davon geben, aber es ist natürlich ein Unterschied zwischen einem Foto und dem "hautnah erleben". Vor allem den starken Wind kann man nur spüren.Aber meine Haare lassen erahnen was für einen Wind wir da hatten.
Es war jedenfalls unglaublich schön, aber lässt sich nicht wirklich beschreiben, deswegen hatte ich auch erstmal nur ein paar Fotos hoch geladen
("Der Naturpark am Kap der guten Hoffnung gilt als eine der Hauptattraktionen der Kaphalbinsel. Das Reservat ist bekannt wegen seiner vielseitigen Blumenpracht und vor allem wegen der wilden Blumen, die im Frühling blühen.
Die Küstenformation ist einfach spektakulär; hier gibt es Südafrikas höchsten Felsen, der aus dem Wasser herausragt: 249 m. Zu finden sind auch ungefähr die Hälfte der 2700 Arten heimischer Pflanzen der Kaphalbinsel.
Weiterhin gibt es über 250 Vogelarten, vom Strauß bis hin zum winzigen Sonnenvogel. Auch besteht die Möglichkeit, dass man Karakals, Chacma-Affen, viele Arten von Böcken und andere Säugetiere sichten wird." Quelle: http://www.suedafrika-reise.net/westkap/attraktionen/cape-point.htm )


Am 16.November hatten wir es dann endlich geschafft uns mit einigen anderen deutschen Freiwilligen, die hier in Cape Town sind, in einer Bar zu treffen.An dem Abend waren es nur 5 Freiwillie, aber eigentlich sind die 28 und auf drei Häuser verteilt. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, arbeiten auch fast alle von denen in Kayelitsha einem der größten Townships von Cape Town. Geschätzte Einwohnerzahl: 1,5 Millionen. Sie sind wohl hauptsächlich in den dortigen Waldorfkindergärten eingesetzt.
Jedenfalls haben wir uns dann direkt Freitags (20.November) nochmal mit denen getroffen, diesmal aber in Muizenberg am Strand und anschließend sind wir noch in den Red Hering, unserem „Freitagsabendpub“. (Der Muizenberger Strand ist vor allen bei Surfern beliebt.)
Der 20. November war sozusagen mein Strandtag, denn morgens war ich schon mit der 1.Klasse auf einem Ausflug zum Windmill Beach (der ist in der Nähe von Simons Town, einem Nachbarort von Fish Hoek). Auch wenn ich trotz eincremens einen leichten Sonnenbrand bekommen habe, war es definitiv ein gelungener Tag.


Am 25.November war ich dann mit der 5.Klasse mit auf deren Ausflug. Dieser Ausflug war so ziemlich das Gegenteil vom Strandausflug, denn wir waren Schlittschuh laufen. Ja, ihr lest richtig, wir waren Schlittschuh laufen im Sommer. Auch wenn es für mich  sehr ungewöhnlich war bei diesen warmen Temperaturen Schlittschuh zu laufen, war es doch auch ein gelungener Ausflug .Und die 5.Klasse ist echt super und dadurch dass sie nur zu acht sind, ist es eine schön überschaubare Gruppe.


Am Donnerstag war dann endlich mal die Waterfront unser Ausflugsziel. ("Die Waterfront ist eine von Kapstadts beliebtesten Touristenattraktionen. Sie erinnert an den Hafen von früher, und ihr größter Reiz liegt darin, dass dieser geschäftige gewerbliche Hafen in einem riesigen Unterhaltungszentrum mit Lokalen, Restaurants, Fachläden, Handwerksmärkten, Theatern und Kinos liegt". Quelle: http://www.suedafrika-reise.net/westkap/attraktionen/waterfront.htm)
Sie ist sehr touristisch, aber abends zur Dämmerung und schönen Wetter definitiv einen Besuch wert.


Und am Freitag (27.11) waren wir dann bei der Geburtstagsfeier von drei Mädels, die zu den deutschen Freiwilligen gehören, eingeladen. Die Feier war sehr schön, auch wenn es komisch ist mit etwa 25 anderen Deutschen in Südafrika einen Geburtstag zu feiern.


Joa und gestern bin ich dann mit Bettina, einer deutschen Mutter aus der 2.Klasse mit nach Cape Town City rein gefahren und habe mir mal die Longstreet angeschaut. ("In der über 300 Jahre alten Long Street, mit ihren teilweise wunderschön restaurierten viktorianischen Häusern mit schmiedeeisernen Balkongeländern, befinden sich viele Trödel- und Antiquitätenläden, Antiquariate sowie Restaurants, trendy Cafés und Pubs". Quelle: http://www.kapstadt.de/reisefuehrer/stadtgebiet/long-street/ )


So, ich denke ich habe Euch jetzt genug neidisch gemacht. Deswegen höre ich dann auch mal wieder auf. Das nächste Mal gibt’s dann wieder mehr über die Schule und was ich da inzwischen so alles mache.

Donnerstag, 19. November 2009

Montag, 16. November 2009

Cape Point




Dienstag, 10. November 2009

Kurze Zusammenfassung der letzten 10 Tage

So jetzt kommt mal wieder eine kurze Zusammenfassung meiner letzten 10 Tage.
Am 1.November war dann wie gesagt der Nordhoek Fair und Phil und ich haben fleißig an den Ständen der Imhoff School ausgeholfen, hatten aber noch genug Freizeit, so dass wir über den Markt schlendern konnten. Das hab ich sehr genossen, denn es gab viele handwerkliche Stände mit selbstgemachtem Schmuck, Handtaschen, Keramik, usw. und natürlich auch ein paar Klamotten- und Essstände. Zudem hatte ich viele interessante Gespräche und habe ein weiteres mal festgestellt, dass es hier viele Leute gibt die irgendwie in Verbindugn zu Deutschland stehen und das die meisten Leute hier sehr offen und freundlich sind und man schnell in ein Gespräch kommt. Daher hatte ich sowohl mit Eltern der Schule, wie auch mit Leuten an den Ständen nette Gespräche.
Montag, Dienstag ist dann nichts neues in der Schule gewesen, jedoch war ich dann von Mittwoch bis Freitag mit der 3.Klasse auf Klassenfahrt in der Nähe von Wellington auf einer Farm (3 Std Zugfahrt von Fish Hoek nach Wellington mit Umstieg in Cape Town, vorbeigefahren sind wir auch ganz nah an einigen Townships). Dort haben wir an einer Lehmhütte mitgebaut, die Tiere gefüttert, Fetakäse und Butter hergestellt, zwei Nachtwanderungen gemacht und vieles mehr. Ich habe diese 2 1/2 Tage sehr genossen, auch wenn es teilweise sehr anstrengend war, aber glücklicherweise musste ich für nichts die Verantwortung übernehmen.

 meine "Hütte"auf der Farm, wo ich geschlafen habe


Jazz, the Flowergirl

Samstagnachmittag war dann ein kleiner Reinfall, Phil und ich wollten zur deutschen Schule nach Cape Town, da dort deren "Oktoberfest" war. Jedoch haben wir uns irgendwie verfahren und den Weg nicht gefunden, so dass wir nach einiger Zeit verzweifelt wieder zurück gefahren sind, denn niemand konnte uns den Weg erkläre. Sonntag waren dann Phil und ich in nem Shopping Center in Cape Town ein paar Klamotten kaufen.
Joa und gestern und heute war wieder ganz normaler Schulalltag.

Achso, das Wetter ist leider wieder schlechter geworden, so dass es das komplette Wochenende über geregnet hat (weswegen wir uns am Samstag dann auch nicht Cape Town angeschaut haben, die Long Street habe ich jetzt trotzdem schonmal gesehen).

Das wars dann erstmal wieder von mir.
Schick euch liebe Grüße aus Fish Hoek

Samstag, 31. Oktober 2009

Wochenende...


Da unter der Woche nicht viel passiert ist, außer das ich endlich das Meer genießen konnte und es trotz Wind genossen habe, werde ich mich aufs Wochenende konzentrieren.
Also fange ich jetzt erstmal mit Freitagabend an.
Freitagabend sind Phil und ich wieder in den Red Hering gegangen, der Bar in Nordhoek. Diesmal haben wir ein paar nette Leute, die hier in der Gegend wohnen, kennen gelernt. Sie haben uns auch sofort angeboten uns die Gegend zu zeigen und wenn wir fragen haben können wir sie einfach anrufen.
Zwei von denen haben sogar eine Bezug zu Deutschland, aber irgendwie scheint das hier jeder fast jeder Weiße zu haben. Jedenfalls hat der Eine eine deutsche Freundin, die in Berlin wohnt und der Andere eine deutsche Großmutter, die in München wohnt.
So und nun zu Heute.
Heute war ich mit Yvette, sie ist die Klassenlehrerin der 7.Klasse, beim Frühlingsfest der Dassenberg Waldorfschool, in der Nähe von Atlantis (1 1/2 Std. Autofahrt). Ich hatte dort einen wunderbaren Tag und habe wie nicht anders zu erwarten auch dort Deutsche getroffen. Wobei das eingeplant war. Denn Ortrud, Waldorflehrerin in Oberursel, ist eine Freundin von Yvette. Ortrut fährt nun seit 6 Jahren jedes Jahr für 2-4 Wochen mit einigen 11./12.Klässlern zu Dassenberg Waldorfschool um dort Projekt durchzuführen. Diese Projekte bestehen meistens darin, dass ein neuer Klassenraum oder ähnliches gebaut wird. Diesmal waren es vier 11.Klässler die einen Werkraum gebaut haben und mit der 6. und 7.Klasse Solar-Taschenlampen „gebastelt“ haben.
Ich hab mich ein bisschen mit den 11.Klässlern unterhalten, leider waren sie sehr schüchtern und zurückhaltend, aber es war trotzdem interessant. Sie sind nun alle froh, dass sie jetzt heimfahren, denn für sie war es eine harte Erfahrung. Sie haben in Gastfamilien in den Townships gelebt und somit viel miterlebt. So habe ich ein weiteres Mal gehört, das es in den Townships sehr viele Menschen mit Alkohol und Drogenproblemen gibt. So gehen z.B. sehr viele Freitags wenn der Lohn kommt, erstmal zum Shop, kaufen Alk oder in eine Art Bar und besaufen sich. Zudem läuft den ganzen Tag der Fernseher sehr laut und wenn kein Fernseher da ist, ein Radio.
Auf dieser Schule sind fast nur coloured und black people, von denen sehr viele aus dem ganz in der nähe liegendem Township kommen und das merkt man schon allein an der Atmosphäre die in der Schule herrscht. Die Atmosphäre ist schwer zu beschreiben, aber komplett anders als an der Imhoff und ich denke dort für einen längere Zeit als Europäer zu arbeiten ist nicht einfach und eine harte Zeit. Auch haben die meisten Lehrer an dieser Schule keine Waldorfausbildung und maximal ein „Waldorf - Seminar“ besucht, aber die Schule ist froh wenn sie überhaupt genug Lehrer hat.
Jedenfalls gab es Braai (südafrikanisch für Grill, grillen, …), Kinderschminken, eine Hüpfburg, Rimbamusik, eine Modenschau mit den Kids, und ein paar Dinge mehr.
Das Wetter ist auch anders, denn es herrscht so gut wie kein Wind, und bei 25°C und praller Sonne ist das ganz schön heiß und verbrannte Schultern sind vorprogrammiert, wenn man wie ich sich nicht eincremt. Jedenfalls habe ich nun leicht rote Schultern.
Später am Nachmittag waren Ortrud, Yvette und ich dann noch in Melkbossstrand und haben dort gemütlich in einer Bar was getrunken, als ich bezahlen wollte habe ich dann gemerkt, dass ich kein Portemonaie dabei habe und hab erstmal Panik bekommen, da ich davon ausgegangen war das ich meins mitgenommen hatte. Ich hab dann erstmal die Meyers und Phil angerufen, aber niemand war zu Hause. Als wir dann am Blouberghstrand waren, hab ich dann ne SMS von Phil bekommen, das es zu Hause ist und der Tag war gerettet.
Der Strand war echt genial, aber da es der atlantische Ozean ist, sehr kalt, so dass ich nur einmal kurz mit den Füßen drin war. Dafür war der Blick unglaublich, ich konnte den Tafelberg sehen und zwar aus der Perspektive aus der er immer auf den Postkarten drauf ist, es war super schön.


Also ihr merkt schon mein Tag heute war sehr voll und morgen ist dann in Nordhoek Frühlingsfest und die Imhoffschool wird dort ein paar Stände haben und Dinge verkaufen und Aktionen/ Spiele anbieten. Phil und ich werden dort den Tag über verteilt immer wieder aushelfen. (Und diesmal bin ich schlauer und nehme Sonnenmilch mit, denn wenn hier mal den ganzen Tag die Sonne scheint, kann man sich leicht verbrennen, denn durch den Wind merkt man die Sonne nicht so)
Also das wars dann heute auch mal wieder von mir.


PS: Verzeiht mir die vielen Fehler vom letzten Eintrag (hoffe diesmal sind es weniger), es war spät und ich war noch krank.

Montag, 26. Oktober 2009

Meine "Gastfamilie"

Die Meyers in Nordhoek am Strand



AJ (Alexander)



Mickey (Michaela)



Freitag, 23. Oktober 2009

So nun bin ich seit 34 Tagen in Südafrika und mir kommt es immer noch so vor als sei ich vor ner Woche oder so erst angekommen. Die Zeit vergeht hier echt sehr schnell. Und trotzdem fühle ich mich schon so wohl und zu Hause, dass es mir vorkommt als sei ich hier schon ewig. Ich weiß das ist jetzt ein widerspruch, aber ich denke und hoffe ihr versteht wie ich das meine.

"Stundenplan"
Inzwischen bin ich schon in ein paar mehr Klassen in der Schule am assistieren.
Der 7.Klasse helfe ich z.B. Montags und Freitags zeitweise bei ihrem Mosaicprojekt; helfe Montags aber auch noch der Eurythmielehrerin in der 3.Klasse, da sie große Schwierigkeiten mit dieser Klasse hat. Dienstagmorgens helfe ich von 9:30 bis 10 Uhr der 2.Klasse beim Lesen üben und um 11 Uhr der 1.Klasse beim Stricken; Mittwochs von 10:30 bis 12 Uhr helfe ich auch in der 2.Klasse aber diesmal beim Basteln und bei Handarbeiten. Werde nächsten Mittwoch z.B. Fenstersterne basteln und anschließend aus Märchenwolle Feen und Fabelwesen. Nachmittags helfe ich dann wie gehabt der 3.Klasse beim Häkeln. Und die restliche Zeit wo ich keine spezielle Aufgabe habe, bin ich in der 3.Klasse und helfe dort so gut ich kann.
Die Mädchen mögen mich anscheinend sehr, es gab schon die ersten Diskussionen um den Sitzplatz neben mir.

Hier ein Foto vom Sportunterricht der 3.Klasse, in welchem die Jungs Fußball und die Mädelz 1,2,3 Stop gespielt haben

Wetter
Nun zum Wetter, inzwischen ist es tagsüber meist sehr warm, zumindest solange man sich in der Sonne aufhält und wenn ich nicht die Woche über krank gewesen wäre, hätte ich sicher wie Phil das Meer genossen. Doch da ich von Montag bis Heute alles von zunächst einem kratzen im Hals, über Husten bis hin zum krassen Schnupfen und Kofschmerzen, diese Woche alles nacheinander durchmachen durfte, habe ich darauf verzichtet, sowie auf den 2 Tage Schule. Doch inzwischen gehts mir wieder besser, Gott sei dank.
Nachts wirds jedoch immer noch recht kühl und in unsere Wohnung ist es durchgehend kühl, so dass ich weiterhin mit dicken Strümpfen und Hausschuhen rumlaufe und trotzdem kalte Füße habe. (Ich muss sagen gescheit isolierte Häuser und eine Heizung sind schon was gutes, das gibts hier beides nicht).


Wochenende/ Freizeit

Mein Wochenende und meine Freizeit ist sehr unterschiedlich, doch momentan noch nicht so abwechslungsreich. Doch das wird sich sicher bald ändern.
Letzten Freitag waren Phil, Michael (schwedischer Pratikant an der Imhoff) und ich im Red Hering, dass ist eine Bar in Nordhoek, einem Nachbarort von Fish Hoek. Das wird wahrscheinlich jetzt zu unserer Stammkneipe, oder einer unseres Stammkneipen werden, denn sie hat uns sehr gut gefallen und die Jugend/ Studenten hier aus der Gegend treffen sich dort.
Morgen Vormittag werde ich an einem Origami-Workshop teilnehmen und anschließend werden Phil und ich nach Nordhoek fahren um uns der Aktion 350 anzuschließen ( http://www.350.org/de ) und sonst mal schauen was uns das Wochenende noch so bringt.

Werden sicher nach und nach die Gegend erkunden, aber das wohl eher etwas gemächlicher angehen, zum Glück ist dafür auch noch genug Zeit.

So ich werde dann jetzt mal mit meinen Bericht aufhören und mich noch ein wenig meiner englischen Bettlektüre widmen. Werd aber sicher die nächsten Tage nochmal mehr schreiben.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Link zu ein paar Fotos von der Schule


Posted by Picasa
Blick zum indischen Ozean


Mein Bett
Posted by Picasa


Unser Küchenbereich
Posted by Picasa

Sonntag, 11. Oktober 2009

1.Schulwoche

So nun ist meine erste Schulwoche vergangen und ich habe sie bestens überstanden, wobei überstanden nicht wirklich passt, denn die Woche war sehr schön und interessant, aber nicht wirklich anstrengend.. Aber diese Woche hatte ich auch noch nicht so viel zu tun, denn ich bin noch eher Zuschauer und assistiere nur Zeitweise. Aber es ist trotzdem sehr spannend und macht mir viel Spaß.
Momentan bin ich in der 3.Klasse und folge deren Unterricht und helfe wo ich helfen kann. Ihr fragt euch jetzt sicher was ich so alles mache, ich gehe durch die Reihen, wenn die Kinder lesen, schreiben oder rechnen üben, kontrolliere alles und helfe wenn jemand Probleme mit irgendwas hat. Und Mittwochnachmittag z.B. als die 3.Klasse Handarbeiten hatte, konnte ich sehr gut helfen, denn sie fangen jetzt an häkeln zu lernen und ich als „Ex-Waldi“ kann natürlich häkeln und konnte somit helfen. Das hat mir viel Spaß gemacht, aber ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht dass es so schwer ist, das denen zu erklären. Für mich ist häkeln total einfach, aber die haben das noch nie vorher gemacht und es ist echt schwer auf Englisch einem Kind zu erklären wie es die Hände halten soll, was es dann machen soll usw...
Ein weiteres Highlight ist der Afrikaans-Unterricht, denn die meisten Kinder auf dieser Schule können kein oder kaum Afrikaans und somit ist es gerade in den unteren Klassen interessant im Unterricht dabei zu sitzen, denn so kann man selber ein paar Worte lernen. Ich kann auch schon stolz behaupten, dass ich schon ein paar Worte gelernt habe. Aber ich muss zugeben ein paar Worte Afrikaans zu lernen ist nicht so schwer, da es viele Wort gibt, die dem Englischen oder Deutschen ähneln.
Auch wenn ich ein bisschen was die Woche über machen und helfen konnte, sitze ich noch recht viel herum und beobachte nur. Aber ich denke,, hoffe und gehe aber auch davon aus, dass sich das noch ändern wird. Phil und ich sind nun mal die ersten Volunteers an dieser Schule und die Lehrer müssen sich noch daran gewöhnen, dass sie nun Hilfe haben und diese auch in Anspruch nehmen können.
Ich freue mich jedenfalls weiterhin auf das Jahr und meine Arbeit an der Schule, denn ich habe die 3.Klasse jetzt schon in mein Herz geschlossen und ein paar Mädchen anscheinend auch schon mich und die wollen unbedingt, dass ich im November mit auf Klassenfahrt komme.
Aber auch die Lehrer sind sehr nett und sehr interessante Personen, und Phil und ich wurden sehr herzlich aufgenommen.

Auf das Gelände und das Schulgebäude bzw die Klassenhäuschen, werde ich ein ander Mal drauf eingehen, wenn ich dann endlich die Möglichkeit habe Fotos hochzulanden.

Fragen...

Diesmal will ich auf ein paar Fragen eingehen die ich so in den letzten Tagen immer wieder gestellt bekommen hab und mehr emotionale und zwischenmenschliche Dinge beschreiben.

Kulturschock?
Anfangen werde ich mit Frage, ob ich einen Kulturschock oder ähnliches erlebt hab, das kann ich direkt mal verneinen. Südafrika ist nicht wie viele sich afrikanische Länder vorstellen, haufenweise Wellblechhütten, schlecht ausgebaute Straßen, kaum Autos, immer Sommer, die Leute laufen in traditionellen Trachten herum, usw.
Natürlich ist es jetzt auch nicht so als wenn hier alles wie in Deutschland ist, aber hier ist vieles sehr europäisch und die weiße Bevölkerung hier hat ja auch eine europäische Vergangenheit., aber es ist wiederum auch nicht so, dass hier alles europäisch ist. Hier gibt es schon viele Townships, arme Leute, schlechte Straßen und im Sommer ist es sehr warm usw.
Aber ist hier ist halt beides vertreten: das europäische und das afrikanische. Hier treffen so viele verschiedene Menschen und Kulturen aufeinander, dass Südafrika nicht umsonst Regenbogennation genannt wird. Und ich freue mich auf die vielen verschiedenen Menschen die ich während des Jahres kennen lernen werde. Auf all die Dinge die diese Leute mir erzählen werden und auf die Dinge die ich hier (kennen)lernen werde, denn lernen werde ich hier sicher sehr viel.

Ein Jahr?
Es ist irgendwie komisch, am Anfang als ich mich zu diesem Freiwillingendienst entschieden habe, hatte ich Angst das ein Jahr zu lang werden würde, aber jetzt wo ich seit drei Wochen hier bin, ist es eher so, dass ich Angst habe, dass das Jahr zu schnell umgeht und ich nicht genügend Zeit finde all das Land und die Leute richtig kennen zu lernen. Schon komisch, dass ich auf einmal so denke, aber ich denke es ist ein sehr positives Zeichen. Aber ich weiß natürlich auch, dass andere Zeiten kommen werden, wo ich mir wünsche dass sie schnell vorbei gehen.Und natürlich vermisse ich meine Freunde und meine Familie schon ein wenig, aber noch hält sich das in Grenzen.

Zwischenmenschliches
Nun will ich nochmal auf meine „Gastfamilie“ und meinen Mitbewohner Phil zu sprechen zu kommen, denn zu denen wurde ich auch viel befragt.
Mit Phil verstehe ich immer noch sehr gut, er ist ein angenehmer Mitbewohner und guter Gesprächspartner, wir haben häufig Diskussionen über Gott und die Welt und sind dabei häufig verschiedener Meinung, aber das macht es umso interessanter.
Was meine Gastfamilie angeht, kann man in diesem Fall nicht wirklich von Gastfamilie sagen, denn Phil und Ich sind Tagsüber meist unter uns. Abends sitzen wir jedoch alle zusammen und haben gute Gespräche, spielen mit den Kindern, trinken Tee zusammen, usw.
Ich bin immer noch froh bei Ihnen im Haus wohnen zu dürfen. Sie sind wirklich sehr sehr nett und beide auch noch recht jung und wir kommen beide super mit Ihnen klar. Es macht echt viel Spaß sich mit Ihnen zu unterhalten und die Gespräche handeln von allem möglichen.

Samstag, 26. September 2009

Erste Eindrücke

Familie Meyer und unser neues zu Hause
Angekommen bei den Meyers werden wir freundlich von Mark, Janine, Mickey, Adolph und Magnus begrüßt. Mickey ist meine 7jährige Gastschwester und sie war zunächst sehr schüchtern, sie hat auch einen kleineren 3jährigen Bruder Alex oder AJ, der aber schon im Bett war. Adolph und Magnus sind die beiden süßen Hunde der Meyers.
Nach der Begrüßung ging’s dann in unser „neues Wohnreich“ und ich war von Anfang an begeistert.
Wir haben so eine Art Souterrain-Wohnung, mit einem Bad, meinem Zimmer und einem weiteren Zimmer, welches unsere Küche, unseren Esstisch und ein Sofa beinhaltet. Phil schläft draußen in einem sogenannten Wendyhaus. Ein Wendyhaus ist ein kleines Einzimmerholzhaus. Nachdem wir alles in Ruhe inspiziert hatten, ging's erstmal unter die Dusche die wir sehr herbei gesehnt hatten und uns beiden gut tat, nach dieser langen und anstrengend Reise. Insgesamt war ich 23 Stunden unterwegs (von meinem „alten Haus“ zu meinem „neuen Haus“).
Frisch geduscht ging es dann hoch zu den Meyers und wir aßen zusammen zu Abend und so zwischen 20 und 21 Uhr fielen dann Phil und ich müde von der Reise in unsere Betten. Ich bin dann auch direkt eingeschlafen und habe eine angenehme und gute Nacht gehabt.
Somit war Tag eins hinter uns gebracht.

First Days
Am Montag Morgen haben Phil und ich nachdem wir in Ruhe ausgeschlafen hatten erstmal gemütlich gefrühstückt. Anschließend haben wir uns dann auf den Weg in den Ort gemacht. Zu Fuß braucht man etwa eine halbe Stunde, um von unserem Haus zur Hauptstraße von Fish Hoek zu komme, denn unser Haus liegt am Rande von Fish Hoek an einem Berg gelegen, so dass wir zwar einen wunderschönen Ausblick haben, wir können auf der linken Seite den atlantischen Ozean sehen und auf der rechten atlantischen, aber der Rückweg ist etwas anstrengend, vor allem mit Einkaufstüten.
Nachmittags habe ich dann etwas mit Mickey und AJ gespielt, sie sind sehr süß und nach einer Weile waren sie auch nicht mehr schüchtern.
Dienstag verlief unser Tag ähnlich, nur waren wir diesmal in Sun Valley, dass ist ein Einkaufszentrum (Mall) hier, zudem man auch etwa eine halbe Stunde zu Fuß braucht. Ihr merkt schon ich bin hier viel am Laufen ;-)

Mittwoch waren wir ausnahmsweise nicht zu Fuß unterwegs. Rebecca hat uns mit ihren zwei Söhnen abgeholt und wir haben eine kleine Rundtour gemacht.
Zunächst waren wir kurz in „Masiphumelele“ (or Masi), einem Township 5-10min von Fish Hoek entfernt. Sie meinte es wär gut wenn wir bevor die Schule anfängt ein Township gesehen haben, da einige Schüler der Imhoff Waldorfschool aus Masi kommen. Womit wir auch beim nächsten Stop wären, der Imhoff Farm. Die Imhoff Waldorfschool steht nämlich auf einem Farmgelände, und arbeitet auch mit der Farm teilweise zusammen,
Jedenfalls war ich von der Schule begeistert, sie ist ein wahres Paradies für Kinder und sehr naturnah. Die Schule besteht nicht aus einem großen Gebäude, sondern jede Klasse ist in einem Holzhaus untergebracht, das gleiche gilt für den Kindergarten und die Spielgruppe und ich freue mich jetzt schon sehr auf meine Arbeit dort. Phil und ich werden wahrscheinlich in den Klassen 1-7 aushelfen, wo halt gerade unsere Hilfe gebraucht wird.
Aber auf die Schule und das Township werde ich sicher noch wann anders genauer drauf zu sprechen kommen.
Auf dem Farmgelände gibt es auch ein Restaurant und nachdem wir dort ein fantastisches Mittagessen hatten, sind wir zu Rebecca nach Hause gefahren und sie hat uns ihr Haus gezeigt und noch ein paar Töpfe mitgegeben. Anschließend sind wir wieder Heim und hatten einen entspannten Nachmittag zu Hause.

So und ähnlich verlaufen momentan noch alle meine Tage hier und bis die Schule anfängt wird sich da wahrscheinlich nicht so viel ändern, deswegen verzichte ich auf weitere Details und Ausführungen. Ich will ja niemanden langweilen.

Ich genieße jedenfalls meine noch sehr entspannte Zeit hier und bin von der Landschaft und meiner Umgebung begeistert, es ist einfach super schön und kein Foto kann das was ich sehe festhalten.
So das war's dann mal wieder erstmal von mir. Achso ihr fragt Euch sicher wie das Wetter ist. Momentan ist es ein bisschen wie bei uns im April. Es geht meist ein leichter bis starker Wind und zwischen drin ist es wolkig, aber wenn die Sonne scheint ist es in der Sonne angenehm warm. Leider ist es in unserer Wohnung auch ein wenig kühl, da die Häuser hier nicht isoliert sind. Das war aber nun wirklich genug von mir.

Mittwoch, 23. September 2009

Erste Nachricht aus Cape Town


So nun bin ich schon ein paar Tage hier und ich habe mich ein wenig eingelebt und komm auch endlich dazu Euch einen ersten Bericht zu liefern.
Er wird wohl etwas länger, ich hoffe ich langweile euch damit nicht und für die die nicht alles lesen wollen, hier eine Kurzfassung in ein paar Sätzen: Mit geht es gut, der Flug war anstrengend aber ich habe ihn überlebt, auch habe ich mich schon ein wenig eingelebt und fühle mich hier sehr wohl. Mit dem Englisch klappt es auch ganz gut und Wohnung, Fish Hoek und Landschaft sind sehr schön.
Nun zu meinem ausführlichen Bericht, ich habe ihn in mehrere Teile eingeteilt, so dass er übersichtlicher wird.
Anfangen werde ich ihn natürlich mit Samstag, den 19.September, meinem Abflugdatum. Die nächsten Tage wird dann noch mehr folgen und irgendwann dann auch ein paar Bilder...


Abflug, Flug, Ankunft...
Wie geplant verging dieser Tag sehr entspannt, gepackt hatte ich ja schon vorher, so dass ich ihn mit meiner Familie genießen konnte. Morgens hatten mich auch noch ein letztes Mal Jasmin und Lisa M. besucht, da Sie abends nicht konnte. Zu Mittag gab es dann eins meiner Lieblingsessen: Schweinelende mit einer Mango-Zwiebel-Mascarpone-Sauce. Ich weiß es klingt vielleicht etwas sehr interessant, ist aber sehr sehr lecker und ich habe es sehr genossen.


Um circa 18:45 Uhr ging's dann endlich los, mein Gepäck wurde verladen und meine Freunde waren auch schon alle eingetrudelt: Olivia, Hannah und Tatsanie. So dass wir dann los konnten. Am Flughafen wartete schon Phil am Emiratesschalter und zu meiner Überraschung tauchte dann noch Ronja auf, so dass dann wirklich ein halbes "Verabschiedungskomitee" für mich bereit stand ;-)
Nachdem Phil und ich dann eingecheckt hatten, ging's natürlich erstmal zu McDonalds, um den ersten bzw. zweiten Hunger zu stillen.


Um kurz vor 21 Uhr war dann auch schon „the Time to say Goodbye“ und ich musste mich von meiner Familie und meinen Freunden die mitgekommen waren verabschieden. Es war nicht ganz einfach, aber ich habe mich sehr auf dieses Jahr gefreut und freue mich immer noch, so dass der Abschied nicht so schlimm war wie ich zunächst befürchtet hatte.


Ich will Euch jetzt nicht mit den ganzen Flugdetails langweilen, deswegen nur kurz: gestartet ist das Flugzeug um 22:20 Uhr, der Flug war anstrengend, aufgrund meiner Erkältung konnte ich nicht viel Schlafen, einen Zwischenstopp hatten wir in Dubai, Ankunft in Cape Town etwa um 15:55 Uhr., es gibt hier zu Deutschland keine Zeitverschiebung. Dort wurden wir dann von Zack und Rebecca, sie ist unsere Ansprechpartnerin von der Schule, empfangen und bekamen erstmal ein Bier in der Flughafenbar ;-)
Nach dieser sehr netten Begrüßung, ging's dann mit dem Auto nach Fish Hoek zu den Meyers, unserer Gastfamilie für ein Jahr.
Während der Autofahrt bekamen wir erste Eindrücke von Südafrika, so fährt man z.B. an einem sehr großen Township vorbei, aber man ebenso den Tablemountain und die tolle Vegetation und Landschaft genießen. Südafrika scheint wirklich ein sehr schönes Land zu sein und ich freue mich auf alle kommenden Eindrücke und Erlebnisse.


Donnerstag, 17. September 2009

Abschlussfeier





Hannah, Lotti, Olivia und ich
Posted by Picasa

Montag, 14. September 2009

meine letzten Tage hier in Deutschland


So nun sind es nur noch 5 Tage und dann werde auch ich Deutschland für ein Jahr verlassen. Meine offizielle Verabscheidungsfeier, die ich zusammen mit Niklas gemacht habe (der für ein Jahr nach Indien geht), habe ich schon gut überstanden. 
Un irgendwie ist das schon ein komisches Gefühl, ich weiß zwar ganz genau das ich bald weg bin, aber trotzdem so wirklich realisiert habe ich das alles noch nicht und ich glaube das werde ich auch frühestens im Flugzeug.
Inzwischen habe ich das Vorbereitungsseminar verarbeitet und bin nun dabei meine Sachen zusammen zu suchen und erste "Packversuche" zu machen. Ist gar nicht so einfach zu entscheiden was alles mit kommt und was zu Hause bleiben soll, ist immerhin für ein Jahr und ich darf nur 30kg mitnehmen, gar nicht so einfach das alles.
Nun will ich aber nochmal kurz zum Senminar zu sprechen kommen. 
Wenn ich jetzt so zurückschaue kann ich sagen das es wunderschöne und interessamte, aber auch sehr anstrengende Tage waren, die ihre Spuren bei mir hinterlassen haben. Ich habe soviele tolle Menschen kennengelernt und gute Gespräche geführt und auch unser "Programm" war gut und abwechslungsreich. Aber auch sehr voll und dann die vielen Eindrücke und Begegnungen, das hat schon ne weile gebraucht bis ich das alles verarbeitet hatte und wieder ausgeruht war, denn etwas Schlafmangel hatte ich da auch. Ich freue mich nun noch mehr auf das kommende Jahr und auf das abschließende Rückkehrer-Seminar, bei dem ich viele von diesem Seminar wieder sehen werde, das wird sicher interessant, denn ich denke die meisten werden eine Veränderung durchmachen (mich eingeschlossen) und auf viele Dinge einen anderen Blickwinkel entwickeln. Zudem habe ich einige von diesen Menschen in mein Herz geschlossen und hoffe dass ich in Kontakt bleiben werde mit Ihnen, aber dank moderner Kommunikationsmittel wie das Internet, welches inzwischen fast überall zu finden ist, wird es nicht so schwer sein. 
So wird es natürlich auch mir möglich sein mit Euch die Ihr in Deutschland bleibt in Kontakt zu bleiben und das finde ich sehr gut zu wissen und wird mir den Abschied vielleicht auch etwas leichter machen. Denn es wird sicher sehr schwer für mich wenn ich dann am Samstagabend am Frankfurter Fughafen stehe und weiß dass ich meine Familie lange Zeit nicht sehen werde und meine Freunde die mich dort verabschieden werden, werde ich ein Jahr nicht sehen, daran darf ich noch gar nicht denken, sonst werd ich jetzt schon ganz traurig und eigentlich freue ich mich total auf das Jahr und die ganzen Erfahrungen und Erlebnisse die ich dort machen werde. Seit ich im März die Zusage für meine Stelle in Südafrika bekommen habe, sehne ich dieses Jahr herbei und die Zeit konnte am Anfang nicht schnell genug vergehen, inzwischen bin ich froh das ich bis jetzt Zeit hatte, aber nun reicht es auch langsam und ich will endlich los und einen neuen Lebensabschnitt beginnen, die nächste Lebensstufe erklimmen, um auf Hermann Hesses Gedicht zu sprechen zu kommen. Dieses Gedicht haben wir übrigens von unseren Teamer mit auf den Weg bekommen.

Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Hermann Hesse


So das wars dann erstmal wieder von mir, es geht nun weiter ans aussuchen und packen...

Sonntag, 13. September 2009

so hier der Link zu meinem Webalbum vom VBS und hier die Googelmap Ansicht von meinem neuen Zuhause, viel Spaß beim anschauen.

Freitag, 4. September 2009

tag 6

...so, nun sind schon sechs Tage vergangen und man hat sich näher kennen und schätzen gelernt und viele viele neue Eindrücke bekommen und neue Dinge erfahren und Anregungen und Ideen gesammelt. Die Zeit vergeht sehr schnell und der Tag ist durchorganisiert von morgens bis abend, so dass einem nicht langweilig wird und durch ein sehr abwechselungsreiches Programm wird es aber auch nicht zu viel und anstrengend. Abends sitzen wir in kleineren oder größeren Gruppen zusammen und spielen, reden, singen gemeinsam, oder schauen einfach einen Film, so dass in den Nächten der Schlaf etwas geringer ausfällt...
Deswegen werde ich mich gleich auch nochmal ein wenig ausruhen...

Dienstag, 1. September 2009

Vorbereitungsseminar Tag 3

...es ist 6:15h und ich sitze gerade im Bus in Richtung Kassel auf dem Weg zur dortigen Waldorfschule, denn heute ist der dritte Tag meines Vorbereitungsseminars für mein "weltwärts Jahr". Unserer heutige Programmpunkt ist die Hospitation in einer anthroprosophischen Einrichtung die in etwa der eigenen Einrichtung in die man gehen wird ähnelt.
Da wir insgesamt an die 60 Teilnhemer sind, gehen wir nicht alle in die gleiche Einrichtung, sondern sind auf 5 Einrichtungen aufgeteilt.
Bei dieser Hospitation geht es vorallem darum mal eine Schule/einen Kindergarten aus der anderen Sicht bzw Position kennenzulernen. Doch nicht nur das, ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Antroposophie/Waldorf, denn nicht jeder Teilnehmer hatte mal Kontakt dazu.
Ich bin sehr gespannt auf das was ich heute erfahren und erlebe werde und wie ich meine Müdigkeit im Griff haben werde, denn aufgestanden bin ich heute um 5:30h und das ist für eine Langschläferin und Morgenmuffel wie mich viel zu früh. Aber da wir in der Jugendherberge Wewelsburg in Büren oder besser gesagt in Wewelsburg, einem kleinen Kaff welches zu Büren gehört (was wiederum in der Nähe von Paderborn ist) untergebracht sind, mussten wir früh aufstehen um pünktlich in Kassel sein zu können.
Gerade kann ich nebenbei den Sonnenaufgang beobachten, was ein unglaublicher Anblick ist.
Leider bin ich ein wenig erkältet, so dass ich mich jetzt nocheimal ein wenig ausruhen werde, damit ich dann heute abend fit sein kann und wir in meinen Geburtstag reinfeiern können.
Nun aber zu meinen ersten Eindrücken vom Seminar. Begonnen hat das Seminar am Sonnatg um eigentlich 17h, doch schafften es mehrere nicht pünktlich zu kommen, unter anderem ich mit 9 anderen da wir im falschen Bus saßen, aber da wir nicht die einzigen waren, war es dann sowieso nicht so schlimm. Als dann so um 18h alle eingetrudelt waren, gab es erstmal abendbrot und man lernte schon die ersten Menschen kennen. Relativ schnell stellte ich fest, dass die Welt doch sehr klein ist und einige die gleichen Leute kennen oder man in irgendeinerweise einen Bezug zu einer Person hat. Zudem sind auch einige Teilnehmer von meinem Orientierungsseminar dabei und Anke, die nach Ghana geht; Camilla, die in den Libanon geht sowie Mara, die es nach Kenia zieht, kannte ich schon. Und mit Phil der mit mir zusammen in der Imhoff Waldorfschool arbeiten wird, kannte ich schon von Telefonaten und Emails.
Was den Inhalt des Seminars angeht, so haben wir viele verschiedene Aspekte die heraus gearbeitet und erarbeitet werden, einige dieser sind die Anthroposophie, das Thema Kultur (sowohl die eignene wie auch die des Landes in das man gehen wird), der Aspekt Gesundheit, und viele andere mehr...
Das wars dann erstmal von mir, hoffe ich habe jetzt niemanden mit den ganzen Infos erschlagen, weiteres wird jedenfalls folgen...

Mittwoch, 5. August 2009

Weltwärts - Was ist das eigentlich?

weltwärts – Der neue entwicklungspolitische Freiwilligendienst

Viele junge Menschen haben Interesse an einer ehrenamtlichen Arbeit in Entwicklungsländern. Die Zahl entsprechender Anfragen an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) überstieg in der Vergangenheit bei weitem das Angebot. Das BMZ hat daher den neuen, aus öffentlichen Mitteln geförderten Freiwilligendienst „weltwärts“ ins Leben gerufen.

Die Ziele von weltwärts

„Lernen durch tatkräftiges Helfen“ ist das Motto des Freiwilligendienstes. weltwärts soll das Engagement für die Eine Welt nachhaltig fördern und versteht sich als Lerndienst, der jungen Menschen einen interkulturellen Austausch in Entwicklungsländern ermöglicht. Durch die Arbeit mit den Projektpartnern vor Ort in den Entwicklungsländern sollen die Freiwilligen unter anderem lernen, globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen besser zu verstehen. Den Projektpartnern soll der Einsatz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zugute kommen.
weltwärts soll gegenseitige Verständigung, Achtung und Toleranz fördern: Gemeinsames Arbeiten und Lernen kennt weder Rassismus noch Ausgrenzung. Der neue Freiwilligendienst wird einen wichtigen Beitrag zur entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit leisten und den Nachwuchs im entwicklungspolitischen Berufsfeld fördern.
Weitere Informationen dazu finden Sie in der weltwärts-Richtlinie hier.

Für wen ist weltwärts?

Mit weltwärts können junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren für 6 bis 24 Monate einen Freiwilligendienst in Entwicklungsländern leisten. Sie werden durch die Entsendeorganisationen intensiv auf ihren Einsatz vorbereitet und während der gesamten Zeit ihres Freiwillgendiestes begleitet. Die Arbeitsfelder der Freiwilligen umfassen das gesamte Themenspektrum der aktuellen Entwicklungszusammenarbeit.
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Die Akteure bei weltwärts

weltwärts wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und von einer Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Entsendeorganisation im partnerschaftlichen Dialog mit den Projektpartnern vor Ort durchgeführt.
Nähere Informationen über die Entsendeorganisationen finden Sie hier.

(Quelle: http://www.weltwaerts.de/ueber_weltwaerts/idee_hintergrund.html)


Mein Arbeitsplatz




Die Einrichtung Imhoff Waldorfschool befindet sich auf einer privat gemieteten Farm der Kap-Halbinsel. Die Einrichtung wurde 1997 durch eine kleine Gruppe engagierter Eltern gegründet und umfasst heute zwei Spielgruppen für Kleinkinder, drei Kindergartengruppe und eine Schule mit den Klassen 1-7. Zur Zeit werden ca. 195 Kinder von 14 Pädagogen unterrichtet und betreut. Die Kinder stammen aus unterschiedlichen sozialen Schichten mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Die Einrichtung stützt sich noch heute stark auf die Initiative der Eltern. Ohne die Hilfe der Eltern könnte das Projekt nicht überleben.
Hier kommt ihr zur Homepage der Schule.

Willkommen auf meinem Blog

Jetzt wird es Ernst: nach bestandenem Abitur gehe oder besser gesagt fliege ich am 19.September für ein Jahr nach Südafrika. Ich werde dort einen entwickliungspolitischen Freiwilligendienst an der Imhoff Waldorfschool ableisten und freue mich total auf diese neue Herausforderung. Zwar mischt sich inzwischen auch etwas Aufregung dazu, aber noch überwiegt die Vorfreude, denn 365 Tage in einem fremden Land, mit einer fremden Kultur und dann auch noch mit einer Fremdsprache, das kann ja nur aufregend, spannend, interessant, lehrreich und zeitweise anstrengend werden. Daher zähle ich einerseits die Tage, weil ich es kaum erwarten kann, andererseits bin ich auch froh das noch ein wenig Zeit ist, denn es ist noch einiges zu organisieren und vorzubereiten. Werde Euch jedenfalls regelmässig über diesen Weg auf dem Laufenden halten.