Diesmal will ich auf ein paar Fragen eingehen die ich so in den letzten Tagen immer wieder gestellt bekommen hab und mehr emotionale und zwischenmenschliche Dinge beschreiben.
Kulturschock?
Anfangen werde ich mit Frage, ob ich einen Kulturschock oder ähnliches erlebt hab, das kann ich direkt mal verneinen. Südafrika ist nicht wie viele sich afrikanische Länder vorstellen, haufenweise Wellblechhütten, schlecht ausgebaute Straßen, kaum Autos, immer Sommer, die Leute laufen in traditionellen Trachten herum, usw.
Natürlich ist es jetzt auch nicht so als wenn hier alles wie in Deutschland ist, aber hier ist vieles sehr europäisch und die weiße Bevölkerung hier hat ja auch eine europäische Vergangenheit., aber es ist wiederum auch nicht so, dass hier alles europäisch ist. Hier gibt es schon viele Townships, arme Leute, schlechte Straßen und im Sommer ist es sehr warm usw.
Aber ist hier ist halt beides vertreten: das europäische und das afrikanische. Hier treffen so viele verschiedene Menschen und Kulturen aufeinander, dass Südafrika nicht umsonst Regenbogennation genannt wird. Und ich freue mich auf die vielen verschiedenen Menschen die ich während des Jahres kennen lernen werde. Auf all die Dinge die diese Leute mir erzählen werden und auf die Dinge die ich hier (kennen)lernen werde, denn lernen werde ich hier sicher sehr viel.
Ein Jahr?
Es ist irgendwie komisch, am Anfang als ich mich zu diesem Freiwillingendienst entschieden habe, hatte ich Angst das ein Jahr zu lang werden würde, aber jetzt wo ich seit drei Wochen hier bin, ist es eher so, dass ich Angst habe, dass das Jahr zu schnell umgeht und ich nicht genügend Zeit finde all das Land und die Leute richtig kennen zu lernen. Schon komisch, dass ich auf einmal so denke, aber ich denke es ist ein sehr positives Zeichen. Aber ich weiß natürlich auch, dass andere Zeiten kommen werden, wo ich mir wünsche dass sie schnell vorbei gehen.Und natürlich vermisse ich meine Freunde und meine Familie schon ein wenig, aber noch hält sich das in Grenzen.
Zwischenmenschliches
Nun will ich nochmal auf meine „Gastfamilie“ und meinen Mitbewohner Phil zu sprechen zu kommen, denn zu denen wurde ich auch viel befragt.
Mit Phil verstehe ich immer noch sehr gut, er ist ein angenehmer Mitbewohner und guter Gesprächspartner, wir haben häufig Diskussionen über Gott und die Welt und sind dabei häufig verschiedener Meinung, aber das macht es umso interessanter.
Was meine Gastfamilie angeht, kann man in diesem Fall nicht wirklich von Gastfamilie sagen, denn Phil und Ich sind Tagsüber meist unter uns. Abends sitzen wir jedoch alle zusammen und haben gute Gespräche, spielen mit den Kindern, trinken Tee zusammen, usw.
Ich bin immer noch froh bei Ihnen im Haus wohnen zu dürfen. Sie sind wirklich sehr sehr nett und beide auch noch recht jung und wir kommen beide super mit Ihnen klar. Es macht echt viel Spaß sich mit Ihnen zu unterhalten und die Gespräche handeln von allem möglichen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen