Samstag, 26. September 2009

Erste Eindrücke

Familie Meyer und unser neues zu Hause
Angekommen bei den Meyers werden wir freundlich von Mark, Janine, Mickey, Adolph und Magnus begrüßt. Mickey ist meine 7jährige Gastschwester und sie war zunächst sehr schüchtern, sie hat auch einen kleineren 3jährigen Bruder Alex oder AJ, der aber schon im Bett war. Adolph und Magnus sind die beiden süßen Hunde der Meyers.
Nach der Begrüßung ging’s dann in unser „neues Wohnreich“ und ich war von Anfang an begeistert.
Wir haben so eine Art Souterrain-Wohnung, mit einem Bad, meinem Zimmer und einem weiteren Zimmer, welches unsere Küche, unseren Esstisch und ein Sofa beinhaltet. Phil schläft draußen in einem sogenannten Wendyhaus. Ein Wendyhaus ist ein kleines Einzimmerholzhaus. Nachdem wir alles in Ruhe inspiziert hatten, ging's erstmal unter die Dusche die wir sehr herbei gesehnt hatten und uns beiden gut tat, nach dieser langen und anstrengend Reise. Insgesamt war ich 23 Stunden unterwegs (von meinem „alten Haus“ zu meinem „neuen Haus“).
Frisch geduscht ging es dann hoch zu den Meyers und wir aßen zusammen zu Abend und so zwischen 20 und 21 Uhr fielen dann Phil und ich müde von der Reise in unsere Betten. Ich bin dann auch direkt eingeschlafen und habe eine angenehme und gute Nacht gehabt.
Somit war Tag eins hinter uns gebracht.

First Days
Am Montag Morgen haben Phil und ich nachdem wir in Ruhe ausgeschlafen hatten erstmal gemütlich gefrühstückt. Anschließend haben wir uns dann auf den Weg in den Ort gemacht. Zu Fuß braucht man etwa eine halbe Stunde, um von unserem Haus zur Hauptstraße von Fish Hoek zu komme, denn unser Haus liegt am Rande von Fish Hoek an einem Berg gelegen, so dass wir zwar einen wunderschönen Ausblick haben, wir können auf der linken Seite den atlantischen Ozean sehen und auf der rechten atlantischen, aber der Rückweg ist etwas anstrengend, vor allem mit Einkaufstüten.
Nachmittags habe ich dann etwas mit Mickey und AJ gespielt, sie sind sehr süß und nach einer Weile waren sie auch nicht mehr schüchtern.
Dienstag verlief unser Tag ähnlich, nur waren wir diesmal in Sun Valley, dass ist ein Einkaufszentrum (Mall) hier, zudem man auch etwa eine halbe Stunde zu Fuß braucht. Ihr merkt schon ich bin hier viel am Laufen ;-)

Mittwoch waren wir ausnahmsweise nicht zu Fuß unterwegs. Rebecca hat uns mit ihren zwei Söhnen abgeholt und wir haben eine kleine Rundtour gemacht.
Zunächst waren wir kurz in „Masiphumelele“ (or Masi), einem Township 5-10min von Fish Hoek entfernt. Sie meinte es wär gut wenn wir bevor die Schule anfängt ein Township gesehen haben, da einige Schüler der Imhoff Waldorfschool aus Masi kommen. Womit wir auch beim nächsten Stop wären, der Imhoff Farm. Die Imhoff Waldorfschool steht nämlich auf einem Farmgelände, und arbeitet auch mit der Farm teilweise zusammen,
Jedenfalls war ich von der Schule begeistert, sie ist ein wahres Paradies für Kinder und sehr naturnah. Die Schule besteht nicht aus einem großen Gebäude, sondern jede Klasse ist in einem Holzhaus untergebracht, das gleiche gilt für den Kindergarten und die Spielgruppe und ich freue mich jetzt schon sehr auf meine Arbeit dort. Phil und ich werden wahrscheinlich in den Klassen 1-7 aushelfen, wo halt gerade unsere Hilfe gebraucht wird.
Aber auf die Schule und das Township werde ich sicher noch wann anders genauer drauf zu sprechen kommen.
Auf dem Farmgelände gibt es auch ein Restaurant und nachdem wir dort ein fantastisches Mittagessen hatten, sind wir zu Rebecca nach Hause gefahren und sie hat uns ihr Haus gezeigt und noch ein paar Töpfe mitgegeben. Anschließend sind wir wieder Heim und hatten einen entspannten Nachmittag zu Hause.

So und ähnlich verlaufen momentan noch alle meine Tage hier und bis die Schule anfängt wird sich da wahrscheinlich nicht so viel ändern, deswegen verzichte ich auf weitere Details und Ausführungen. Ich will ja niemanden langweilen.

Ich genieße jedenfalls meine noch sehr entspannte Zeit hier und bin von der Landschaft und meiner Umgebung begeistert, es ist einfach super schön und kein Foto kann das was ich sehe festhalten.
So das war's dann mal wieder erstmal von mir. Achso ihr fragt Euch sicher wie das Wetter ist. Momentan ist es ein bisschen wie bei uns im April. Es geht meist ein leichter bis starker Wind und zwischen drin ist es wolkig, aber wenn die Sonne scheint ist es in der Sonne angenehm warm. Leider ist es in unserer Wohnung auch ein wenig kühl, da die Häuser hier nicht isoliert sind. Das war aber nun wirklich genug von mir.

Mittwoch, 23. September 2009

Erste Nachricht aus Cape Town


So nun bin ich schon ein paar Tage hier und ich habe mich ein wenig eingelebt und komm auch endlich dazu Euch einen ersten Bericht zu liefern.
Er wird wohl etwas länger, ich hoffe ich langweile euch damit nicht und für die die nicht alles lesen wollen, hier eine Kurzfassung in ein paar Sätzen: Mit geht es gut, der Flug war anstrengend aber ich habe ihn überlebt, auch habe ich mich schon ein wenig eingelebt und fühle mich hier sehr wohl. Mit dem Englisch klappt es auch ganz gut und Wohnung, Fish Hoek und Landschaft sind sehr schön.
Nun zu meinem ausführlichen Bericht, ich habe ihn in mehrere Teile eingeteilt, so dass er übersichtlicher wird.
Anfangen werde ich ihn natürlich mit Samstag, den 19.September, meinem Abflugdatum. Die nächsten Tage wird dann noch mehr folgen und irgendwann dann auch ein paar Bilder...


Abflug, Flug, Ankunft...
Wie geplant verging dieser Tag sehr entspannt, gepackt hatte ich ja schon vorher, so dass ich ihn mit meiner Familie genießen konnte. Morgens hatten mich auch noch ein letztes Mal Jasmin und Lisa M. besucht, da Sie abends nicht konnte. Zu Mittag gab es dann eins meiner Lieblingsessen: Schweinelende mit einer Mango-Zwiebel-Mascarpone-Sauce. Ich weiß es klingt vielleicht etwas sehr interessant, ist aber sehr sehr lecker und ich habe es sehr genossen.


Um circa 18:45 Uhr ging's dann endlich los, mein Gepäck wurde verladen und meine Freunde waren auch schon alle eingetrudelt: Olivia, Hannah und Tatsanie. So dass wir dann los konnten. Am Flughafen wartete schon Phil am Emiratesschalter und zu meiner Überraschung tauchte dann noch Ronja auf, so dass dann wirklich ein halbes "Verabschiedungskomitee" für mich bereit stand ;-)
Nachdem Phil und ich dann eingecheckt hatten, ging's natürlich erstmal zu McDonalds, um den ersten bzw. zweiten Hunger zu stillen.


Um kurz vor 21 Uhr war dann auch schon „the Time to say Goodbye“ und ich musste mich von meiner Familie und meinen Freunden die mitgekommen waren verabschieden. Es war nicht ganz einfach, aber ich habe mich sehr auf dieses Jahr gefreut und freue mich immer noch, so dass der Abschied nicht so schlimm war wie ich zunächst befürchtet hatte.


Ich will Euch jetzt nicht mit den ganzen Flugdetails langweilen, deswegen nur kurz: gestartet ist das Flugzeug um 22:20 Uhr, der Flug war anstrengend, aufgrund meiner Erkältung konnte ich nicht viel Schlafen, einen Zwischenstopp hatten wir in Dubai, Ankunft in Cape Town etwa um 15:55 Uhr., es gibt hier zu Deutschland keine Zeitverschiebung. Dort wurden wir dann von Zack und Rebecca, sie ist unsere Ansprechpartnerin von der Schule, empfangen und bekamen erstmal ein Bier in der Flughafenbar ;-)
Nach dieser sehr netten Begrüßung, ging's dann mit dem Auto nach Fish Hoek zu den Meyers, unserer Gastfamilie für ein Jahr.
Während der Autofahrt bekamen wir erste Eindrücke von Südafrika, so fährt man z.B. an einem sehr großen Township vorbei, aber man ebenso den Tablemountain und die tolle Vegetation und Landschaft genießen. Südafrika scheint wirklich ein sehr schönes Land zu sein und ich freue mich auf alle kommenden Eindrücke und Erlebnisse.


Donnerstag, 17. September 2009

Abschlussfeier





Hannah, Lotti, Olivia und ich
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Montag, 14. September 2009

meine letzten Tage hier in Deutschland


So nun sind es nur noch 5 Tage und dann werde auch ich Deutschland für ein Jahr verlassen. Meine offizielle Verabscheidungsfeier, die ich zusammen mit Niklas gemacht habe (der für ein Jahr nach Indien geht), habe ich schon gut überstanden. 
Un irgendwie ist das schon ein komisches Gefühl, ich weiß zwar ganz genau das ich bald weg bin, aber trotzdem so wirklich realisiert habe ich das alles noch nicht und ich glaube das werde ich auch frühestens im Flugzeug.
Inzwischen habe ich das Vorbereitungsseminar verarbeitet und bin nun dabei meine Sachen zusammen zu suchen und erste "Packversuche" zu machen. Ist gar nicht so einfach zu entscheiden was alles mit kommt und was zu Hause bleiben soll, ist immerhin für ein Jahr und ich darf nur 30kg mitnehmen, gar nicht so einfach das alles.
Nun will ich aber nochmal kurz zum Senminar zu sprechen kommen. 
Wenn ich jetzt so zurückschaue kann ich sagen das es wunderschöne und interessamte, aber auch sehr anstrengende Tage waren, die ihre Spuren bei mir hinterlassen haben. Ich habe soviele tolle Menschen kennengelernt und gute Gespräche geführt und auch unser "Programm" war gut und abwechslungsreich. Aber auch sehr voll und dann die vielen Eindrücke und Begegnungen, das hat schon ne weile gebraucht bis ich das alles verarbeitet hatte und wieder ausgeruht war, denn etwas Schlafmangel hatte ich da auch. Ich freue mich nun noch mehr auf das kommende Jahr und auf das abschließende Rückkehrer-Seminar, bei dem ich viele von diesem Seminar wieder sehen werde, das wird sicher interessant, denn ich denke die meisten werden eine Veränderung durchmachen (mich eingeschlossen) und auf viele Dinge einen anderen Blickwinkel entwickeln. Zudem habe ich einige von diesen Menschen in mein Herz geschlossen und hoffe dass ich in Kontakt bleiben werde mit Ihnen, aber dank moderner Kommunikationsmittel wie das Internet, welches inzwischen fast überall zu finden ist, wird es nicht so schwer sein. 
So wird es natürlich auch mir möglich sein mit Euch die Ihr in Deutschland bleibt in Kontakt zu bleiben und das finde ich sehr gut zu wissen und wird mir den Abschied vielleicht auch etwas leichter machen. Denn es wird sicher sehr schwer für mich wenn ich dann am Samstagabend am Frankfurter Fughafen stehe und weiß dass ich meine Familie lange Zeit nicht sehen werde und meine Freunde die mich dort verabschieden werden, werde ich ein Jahr nicht sehen, daran darf ich noch gar nicht denken, sonst werd ich jetzt schon ganz traurig und eigentlich freue ich mich total auf das Jahr und die ganzen Erfahrungen und Erlebnisse die ich dort machen werde. Seit ich im März die Zusage für meine Stelle in Südafrika bekommen habe, sehne ich dieses Jahr herbei und die Zeit konnte am Anfang nicht schnell genug vergehen, inzwischen bin ich froh das ich bis jetzt Zeit hatte, aber nun reicht es auch langsam und ich will endlich los und einen neuen Lebensabschnitt beginnen, die nächste Lebensstufe erklimmen, um auf Hermann Hesses Gedicht zu sprechen zu kommen. Dieses Gedicht haben wir übrigens von unseren Teamer mit auf den Weg bekommen.

Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Hermann Hesse


So das wars dann erstmal wieder von mir, es geht nun weiter ans aussuchen und packen...

Sonntag, 13. September 2009

so hier der Link zu meinem Webalbum vom VBS und hier die Googelmap Ansicht von meinem neuen Zuhause, viel Spaß beim anschauen.

Freitag, 4. September 2009

tag 6

...so, nun sind schon sechs Tage vergangen und man hat sich näher kennen und schätzen gelernt und viele viele neue Eindrücke bekommen und neue Dinge erfahren und Anregungen und Ideen gesammelt. Die Zeit vergeht sehr schnell und der Tag ist durchorganisiert von morgens bis abend, so dass einem nicht langweilig wird und durch ein sehr abwechselungsreiches Programm wird es aber auch nicht zu viel und anstrengend. Abends sitzen wir in kleineren oder größeren Gruppen zusammen und spielen, reden, singen gemeinsam, oder schauen einfach einen Film, so dass in den Nächten der Schlaf etwas geringer ausfällt...
Deswegen werde ich mich gleich auch nochmal ein wenig ausruhen...

Dienstag, 1. September 2009

Vorbereitungsseminar Tag 3

...es ist 6:15h und ich sitze gerade im Bus in Richtung Kassel auf dem Weg zur dortigen Waldorfschule, denn heute ist der dritte Tag meines Vorbereitungsseminars für mein "weltwärts Jahr". Unserer heutige Programmpunkt ist die Hospitation in einer anthroprosophischen Einrichtung die in etwa der eigenen Einrichtung in die man gehen wird ähnelt.
Da wir insgesamt an die 60 Teilnhemer sind, gehen wir nicht alle in die gleiche Einrichtung, sondern sind auf 5 Einrichtungen aufgeteilt.
Bei dieser Hospitation geht es vorallem darum mal eine Schule/einen Kindergarten aus der anderen Sicht bzw Position kennenzulernen. Doch nicht nur das, ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Antroposophie/Waldorf, denn nicht jeder Teilnehmer hatte mal Kontakt dazu.
Ich bin sehr gespannt auf das was ich heute erfahren und erlebe werde und wie ich meine Müdigkeit im Griff haben werde, denn aufgestanden bin ich heute um 5:30h und das ist für eine Langschläferin und Morgenmuffel wie mich viel zu früh. Aber da wir in der Jugendherberge Wewelsburg in Büren oder besser gesagt in Wewelsburg, einem kleinen Kaff welches zu Büren gehört (was wiederum in der Nähe von Paderborn ist) untergebracht sind, mussten wir früh aufstehen um pünktlich in Kassel sein zu können.
Gerade kann ich nebenbei den Sonnenaufgang beobachten, was ein unglaublicher Anblick ist.
Leider bin ich ein wenig erkältet, so dass ich mich jetzt nocheimal ein wenig ausruhen werde, damit ich dann heute abend fit sein kann und wir in meinen Geburtstag reinfeiern können.
Nun aber zu meinen ersten Eindrücken vom Seminar. Begonnen hat das Seminar am Sonnatg um eigentlich 17h, doch schafften es mehrere nicht pünktlich zu kommen, unter anderem ich mit 9 anderen da wir im falschen Bus saßen, aber da wir nicht die einzigen waren, war es dann sowieso nicht so schlimm. Als dann so um 18h alle eingetrudelt waren, gab es erstmal abendbrot und man lernte schon die ersten Menschen kennen. Relativ schnell stellte ich fest, dass die Welt doch sehr klein ist und einige die gleichen Leute kennen oder man in irgendeinerweise einen Bezug zu einer Person hat. Zudem sind auch einige Teilnehmer von meinem Orientierungsseminar dabei und Anke, die nach Ghana geht; Camilla, die in den Libanon geht sowie Mara, die es nach Kenia zieht, kannte ich schon. Und mit Phil der mit mir zusammen in der Imhoff Waldorfschool arbeiten wird, kannte ich schon von Telefonaten und Emails.
Was den Inhalt des Seminars angeht, so haben wir viele verschiedene Aspekte die heraus gearbeitet und erarbeitet werden, einige dieser sind die Anthroposophie, das Thema Kultur (sowohl die eignene wie auch die des Landes in das man gehen wird), der Aspekt Gesundheit, und viele andere mehr...
Das wars dann erstmal von mir, hoffe ich habe jetzt niemanden mit den ganzen Infos erschlagen, weiteres wird jedenfalls folgen...